Ich stehe den Kontrollen am Flughafen zwiespältig gegenüber. Bei einem attraktiven Kontrolleur bekomme ich durchaus steife Nippel. Bei Wanzen Zollbeamten fühle ich mich aber genötigt. Gerade wenn man so ein ultrascharfes Gestell besitzt wie ich, nutzen die Angestellten bei der Sicherheitskontrolle ihre Befugnisse gerne aus. Sowohl männliche als auch weibliche Angestellte haben ihre Griffe schon in mein Hinterteil gebohrt. In diesem Fall hoffe ich aufgrund meines Zwischenfalls auf der Toilette, dass sie es nicht zu bunt treiben würden.

Es passte gut ins Bild meines bisherigen Tagesverlauf ist, dass meine Hoffnung hier

Die ungestüme Thusnelda befand es gar nicht für nötig meinen exquisiten Venushügel zu überprüfen. Ich hätte doch etwas Spitzes unter meinem BH schmuggeln können. Auch hier nur eine oberflächliche Wischbewegung ohne Tiefgang.

Total inkompetent und nicht zu sagen unbefriedigend die ganze Kontrolle. Dafür hatte ich mir nicht selbst mein Hinterteil gewachst. Enttäuscht zog ich mich wieder an wie nach einem Routinebesuch beim Gynäkologen.

Dafür zahle ich keine 29.99, dass mir am Ende niemand an die Wäsche geht. Na ja, selbst ist die Frau! Gibt’s im Urlaub noch genug Möglichkeiten auf meine Kosten zu kommen.

Gut, dass die Gangway ein bisschen federte und Geräusche von sich gab, so übertönte sie ein wenig meinen letzten Furz auf deutschen Boden.

Das Lustmolch-Sandwich

Lustmolch sandwich

Kennst du das, wenn du im Flugzeug den beschissensten Platz bekommst? Bei meinem Glück konnte ich mir an meinen süßen Fingerchen abzählen, dass ich wieder einen perversen Sitznachbarn bekommen würde. 

Aber das, was in diesem Flug in die Poebene passierte, schlägt dem Fass doch glatt den Boden aus!

Statt einem Lustmolch als Sitznachbarn wurde ich zwischen die zwei wohl perversesten Typen auf der nördlichen Halbkugel platziert. Danke Fluggesellschaft! Meine Diarhoe machte sich erneut bemerkbar. Hier würde es eher einen flotten Otten anstelle eines erhofften flotten Dreiers geben.

Vielleicht kennst du das, wenn du alleine reist, dass du hoffst, dass der Platz neben dir frei bleibt. In Flugzeugen mit 3 Sitzen nebeneinander reserviere ich grundsätzlich den Mittelsitz, in der Hoffnung, dass niemand so bescheuert ist sich links und rechts danebenzusetzen.

In diesem Fall hatte ich doppeltes Pech, wie meine Oberweite Doppel D. Jede meiner mega geilen Milchtüten bräuchte eigentlich einen Platz jeweils für sich alleine. 

In dieser beengten Atmosphäre eines stickigen Flugzeugs würde ich mir höchstens einen heißen Südländer neben mir wünschen. 

Aber es kam alles komplett anders!

Der Typ am Fenster war ein langhaariger Finne mit Goldkette, der roch wie ein Aschenbecher nach einer exzessiven WG-Party.

Angewidert wandte ich mich ab, während er sich mit der Zunge über seine schmalen steifen Lippen fuhr. Leider war die Aussicht auf der anderen Seite noch schlimmer! Ein übergewichtiger Sextourist mit Sonnenhut, Hawaiihemd und Badelatschen grinste mich erwartungsvoll an.

In solchen Fällen ist es mir lieber gleich die Situation klar zu regeln, also erklärte ich ihm freundlich, dass ich ihm die Augen ausstechen werde, wenn er mich noch einmal so lüstern anschmachtet. Und wenn er den Flug überstehen will, ohne dass ein Heißgetränk in seinem Schritt landet, sollte er sich so ruhig wie möglich verhalten. Das beinhaltet unter anderem auch eine dezente Atmung, schmerzfreies Essen und vor allem keine Blicke in meine Richtung. Immer wenn ich mich in Rage Rede, entweichen Darmgase, ohne dass ich es bereuen würde. In diesem Fall war es mir sogar recht!

Ich hatte gerade den schmierigen Lappen zurechtgewiesen, da besaß dieser finnische Aschenbecher in der Tat die Dreistigkeit mir zu meiner Rede zu gratulieren. Es stellte sich heraus, dass dieser Kettenraucher nicht nur Nihilist, sondern auch ein glühender Feminist war.

Allgemein verband uns die Abneigung gegenüber einer Vielzahl von Menschen. So spielten wir eine Art Bingo. Er sagte z.b. Lehrer. Ich sagte so lasziv ich nur konnte: “Bingo” und sah ihm dabei tief in seine toten nikotingelben Augen. “Weil sie nichts können und wenn sie etwas könnten würden sie es nicht leeren, sondern tun, oder!?” Er nickt vielsagend und fügte ein hochbrisantes “Korrekt!” hinzu.

Dann musste er herzhaft lachen. Dabei schoss ein wenig Rotz aus seiner Nase und er grunzte wie ein Schwein, um dem Nasenhering wieder Herr zu werden. 

Irgendwie mochte ich diesen Typen plötzlich. Ich war ja nun mal relativ oberflächlich und gab selten jemanden eine zweite Chance, aber bei diesem gehässigen Finnen, war das plötzlich anders.

Ich sagte neugierig: “Versicherungsvertreter?”

Darauf antwortete er in gebrochenem Deutsch mit fiesem finnischem Akzent: “Bingosen!”

Das spürte ich einen nicht zu kaschierenden Luftzug durch mein Höschen wehen. Und wiederum sagte er gewinnend: “Bingo!” Er erhob sein Stimme und schrie, so dass es jeder im Umkreis von 10 Metern hören konnte: “DAS WAREN DIE BOHNEN, DIE ICH ZUM FRÜHSTÜCK HATTE! ES WERDEN WÄHREND DES FLUGES NOCH EINIGE WEITERE MAGENWINDE FOLGEN!”

Damit stellte dieser heldenhafte Widerling mir de facto einen Persilschein für sämtliche Flatulenzen während dieses zweistündigen Fluges aus. 

Das war so ziemlich das netteste, was ich je aus dem Mund eines finnischen Feministen gehört hatte. Ich hätte ihn am liebsten an Ort und Stelle vernascht. Doch genau in diesem Moment gab es einen unvorhergesehenen Zwischenfall.

Ob wir es noch wild auf der Bordtoilette treiben würden und in den Club der 10.000er kommen, erfährst du später.